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Waldschäden durch Luftverunreinigungen

Waldschäden durch Luftverunreinigungen Waldzustandsbericht 2015


Neuartige Waldschäden“, in den Anfangszeiten auch „Waldsterben“ genannt, bezeichnet Waldschadensbilder in Mittel- und Nordeuropa, die seit Mitte der 1970er Jahre festgestellt und insbesondere in den 1980er Jahren breit diskutiert wurden. Das Auftreten von großflächigen Schädigungen am Waldbaumbestand und forstlich bedeutenden Baumarten führte damals zu Befürchtungen, der gesamte Waldbestand (in Deutschland auf einem Drittel der Landesfläche) sei in Gefahr. Maßgeblich beteiligt an der Etablierung des Begriffs ist der Göttinger Forstwissenschaftler Bernhard Ulrich, der 1980 vom Umweltbundesamt mit der Erstellung eines Berichts beauftragt wurde.
Die Bezeichnung als „Neuartige Waldschäden“ unterscheidet das Phänomen von klassischen Rauchgasschäden im unmittelbaren Umfeld der klassischen Schwerindustrie und bis dato bekannten Waldschäden natürlichen Ursprungs. Neuartig war auch die Ausdehnung in den einzelnen Regionen und die Erkrankung mehrerer Baumarten innerhalb weniger Jahre.
Als Ursache wurden vor allem angegeben:
• Umweltverschmutzung (Saurer Regen)
• bodennahes Ozon, Stickoxide
• Schwermetallfreisetzung
• Wegfall basischer Stäube durch frühere Umweltschutzmaßnahmen
• forstwirtschaftliche Probleme wie fehlerhafte Bestockung
• die Altersstruktur der Waldbestände
• temporäre Ursachen (Trockenheit, Frost, Klimaabkühlung, Schädlingsbefall)
 
Erklärung zu den Zahlen:
Mindestens in einem Raster von 16 × 16 Kilometern werden jedes Jahr dieselben Bäume kontrolliert und auf ihre Nadel- oder Blattverluste, Vergilbungen u.a. eingeschätzt.
Es gibt fünf Schadstufen:
Schadstufe 0:
Verlust bis 10 %;ohne Schadensmerkmale
Schadstufe 1:
Verlust 11–25 %; schwach geschädigt
Schadstufe 2:
26–60 %; ab Schadstufe 2 schwer geschädigt
Schadstufe 3:
61–99 %
Schadstufe 4:
mit 100 %.

Diese Einteilung wird von den meisten Bundesländern bis heute verwendet, um so eine Vergleichbarkeit mit früheren Zahlen zu ermöglichen.
In den letzten Jahren gingen einige Länder dazu über, die Schäden durch die Zahl der mittleren Kronenverlichtungen auszudrücken. Sie ist der Mittelwert der in 5%-Stufen geschätzten Kronenverlichtung aller Probebäume.
Beide Werte lassen sich nicht miteinander vergleichen. Die geringeren Zahlen bei der mittleren Kronenverlichtung lassen nicht den Schluss zu, dass es dem Wald besser geht.

Eine Zusammenfassung haben wir hier für Sie hinterlegt, wenn Sie sich einen kurzen Überblick zum Waldzustand machen wollen.

Hier geht es zu den ausführlichen Länderberichten zum Waldzustand 2015:

Bayern

Baden-Württemberg

Berlin

Brandenburg

Hessen

Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen

NRW

Rheinland-Pfalz

Saarland

Sachsen

Sachsen-Anhalt

Schleswig-Holstein

Thüringen