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Bonn, den 04. Februar 2010. Geocaching ist die Schnitzeljagd unserer Zeit. Die Verstecke („Geocaches“, kurz „Caches“) werden im World Wide Web veröffentlicht und können anschließend mit Hilfe eines GPS-Empfängers oder mit genauen Kartenmaterial gesucht werden. In dem Versteck ist in der Regel ein wasserdichter Behälter, in dem sich ein Logbuch sowie verschiedene Tauschgegenstände befinden. Jeder Besucher trägt sich in das Logbuch ein, um seine erfolgreiche Suche zu dokumentieren. Anschließend wird der Geocache wieder an derselben Stelle versteckt. Allein in Deutschland gibt es über 110.000 Caches vor allem im Umkreis von Großstädten.
Damit besteht nach Meinung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) eine Möglichkeit, wieder mehr Kinder und Jugendliche in die Natur zu locken. Die Kombination eines modernen Gerätes mit GPS-Funktion und einem Ziel in der Natur ist ideal. „Dabei müssen jedoch bestimmte Regeln eingehalten werden. Hemmungsloses Querfeldein darf es wegen gefährdeter und bedrohter Tier- und Pflanzenarten nicht geben“, so Christoph Rullmann, Bundesgeschäftsführer der SDW. Folgende Regeln sind zu beachten: Naturschutzgebiete sind für die moderne Schnitzeljagd ebenso nicht geeignet wie gesetzlich geschützte Biotope wie z.B. Moore, Quellbereiche oder Auewälder. Auch Baumhöhlen, die eine wichtige Lebensstätte vieler geschützter Arten bilden, dürfen nicht genutzt werden.
Besonders sensibel ist auch die Brut- und Setzzeit, also die Zeit zwischen Mitte März bis Juli, in der die meisten Vogel- und Wildarten ihren Nachwuchs bekommen.
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| SDW |
Am 5. Dezember 1947 wurde die SDW in Bad Honnef bei Bonn gegründet und ist damit eine der ältesten deutschen Umweltschutzorganisationen. Heute sind in den 15 Landesverbänden rund 25.000 aktive Mitglieder organisiert. Ziel des Verbandes ist es, den Wald für den Menschen zu erhalten. Das Waldmagazin Unser Wald erscheint alle zwei Monate in einer Auflage von 10.000 Stück. Das Heranführen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen an den Wald ist ein Schwerpunkt ihrer Arbeit. Besonders erfolgreich und bekannt sind die Waldjugendspiele, Waldschulen, Schulwälder, Waldjugendheime und die jährlichen bundesweiten Waldpädagogiktagungen.
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