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Etwa 150 Arten werden der Gattung Ahorn zugeordnet, die sich hauptsächlich auf Amerika, Ostasien und Europa verteilen. Der Name Ahorn kommt vom Lateinischen acer = spitz, scharf (Blattform). Verbreitung Der Bergahorn, der überwiegend in Wäldern vorkommt, ist die Ahornart, die in Deutschland am meisten verbreitet ist.
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Ökologie
Man findet den Bergahorn in buchenreichen Laubmischwäldern, soweit ihn die Buche nicht unterdrückt. Halbschatten und Schatten verträgt der Bergahorn gut. Flinke Früchtchen
Die Ahornfrüchte haben eine spezielle Flugvorrichtung und können daher weit verbreitet werden. Bei Kindern sind diese "Nasenzwicker" beliebt. Am Ende eines langen Flügels sitzt der Samen, der dann propellerartig zu Boden trudelt. Durch ihren etwas unterschiedlichen Aufbau kann man Ahornarten an ihren Früchten erkennen und unterscheiden. Pilze
Auf Blättern des Berg- und Spitzahornes sind oft schwarze, teerartige Flecken zu sehen. Bei dieser auffälligen Erscheinung handelt es sich um einen Pilz, die Teerfleckenkrankheit oder den Ahornrunzelschorf. Für den befallenen Baum ist dies mehr von untergeordneter Bedeutung. Als einzige heimische Baumgattung bilden die Ahorne keine Mykorrhiza mit Pilzarten aus. |
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Wuchsleistung
Die Ahorne sind in der Jugend sehr raschwüchsig. Ihr Wachstum lässt bereits früh nach, so dass sie später im Höhenwuchs meist von der Buche eingeholt und überwachsen werden. Waldbauliche Eigenschaften
Als Mischbaumart kommen die Ahorne meist einzeln oder gruppenweise in unseren Wäldern vor. Von Edellaubbäumen domminierte Waldbestände kommen bei uns nur kleinflächig dort vor, wo die Buche durch bewegten Boden (Blockschutt) und hohe Feuchte an Konkurrenzkraft verliert. Holz
Die Oberflächen lassen sich gut bearbeiten, leicht polieren, beizen und einfärben. Auch die Behandlung mit Lacken ist problemlos. Ahornholz wird vor allem im Möbelbau und im Innenausbau verwendet. Besonders in den 50er bis Mitte der 60er Jahre waren schlichte wie auch geriegelte Ahornfurniere sehr begehrt für Schlafzimmermöbel, für Fronten und Türen von Schränken, für Wohnzimmerbüfetts und für Kleinmöbel. Auch als Kontrastholz in Form von Kanten und Zierleisten wurde es oft verwendet. Wegen seiner Tendenz zum relativ raschen Vergilben ist aber der Einsatz für die Außenfronten im Möbelbau stark zurückgegangen. Heute wird es bei hochwertigen Möbeln oder Schlafzimmern noch für die Innenauskleidung verwendet. Dem Kunsttischler dient das Ahornholz für die Herstellung feinster Möbel, wobei es auch für Intarsienarbeiten (Einlegearbeiten) Verwendung findet. Eine spezielle Verwendungsart des Ahorns sind aus Vollholz hergestellte Tischplatten, bei- spielsweise für Wirtshaustische. Die Möbelindustrie nimmt Ahorn massiv oder als Furnier für Dekore. Ahornparkett gilt als besonders wertvoll und zeichnet sich durch einen hohen Abnutzungswiderstand aus. Für den Treppenbau ist Ahorn gut geeignet. Starke Äste und krumme Stämme gehen als Industrieholz in die Spanplattenindustrie oder sind als Brennholz begehrt. Seit langem wird ausgesuchtes Bergahornholz als Zier- und Resonanzholz zur Herstellung von Musikinstrumenten (Streich- und Blasinstrumente} verwendet. Drechsler, Schnitzer und Bildhauer verwenden für ihre Arbeiten gerne Ahornholz. Auch für Haus- und Küchengeräte, für Sport-, Meß- und Zeichengeräte wird das helle Holz gebraucht. Die Spielwarenindustrie nutzt massives Holz für kleine Spielgeräte, Eisenbahnen, Häuschen und Tierfiguren. Platten für Laubsägearbeiten der Kinder haben mindestens eine Ahorndeckschicht.
Kulturgeschichte Nach dem überlieferten Volksglauben bietet der Ahorn einen wirksamen Schutz gegen Hexen. So werden z. B. in Hinterpommern die Türen und Stuben mit Ahorn geschmückt, in Mecklenburg werden die Hexen von Ställen abgehalten, indem Zapfen aus Ahornholz in die Türen und Schwellen eingeschlagen werden. Der gleiche Effekt wird dann erzielt, wenn am 24. Juni an Türen und Fenstern Ahornzweige gesteckt werden. Dieses Ritual schützt auch vor Blitzschlag. Zum Schutz der Kartoffel- und Flachsfelder wurden im Ravensburgischen die Felder mit Ahornzweigen umstellt, um angeblich die Maulwürfe zu vertreiben. Aus dem Elsaß ist bekannt, dass Ahornzweige an Türen die Fledermäuse vom Haus fernhalten. |
| Impressum | |
| Herausgeber: | Schutzgemeinschaft Deutscher Wald - Bundesverband e.V. (SDW) Meckenheimer Allee 79.53115 Bonn Telefon: 0228-9459830, Fax: 0228-9459833, Email: info@sdw.de, Internet: www.sdw.de |
| Spendenkonto: | Sparkasse Bonn, Ktn. 31017775, BLZ 37050198 |
| Text: | Chistian Griesche, Sabine Krömer-Butz |
| Bilder: | Griesche(8), Hooge(2), Schröder(1), Teetz(3) |
| Quellen: | Röhrig, Godet, Gorer |
| Gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz | |
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