| Leistungen des Waldes | |
Der Wald spielte für die Menschen schon immer eine wichtige Rolle.
Neben der seit Jahrhunderten erfolgten Nutzung des Waldes als
gewinnen die Schutz- und Erholungsfunktion des
Waldes in unserem dicht besiedelten Land immer mehr an Bedeutung.
Aber auch als Kulturgut ist unser Wald fest verankert. Er ist tief
in der Kultur und dem Volkstum unseres Landes und in bestimmten
Landschaften verwurzelt. Die Worte Baum und Wald sind in vielen
Redensarten, Sprichwörtern, Ortsnamen und Familiennamen
enthalten. In Dichtung, Märchen, Literatur und Malerei sind
die Bäume und Wälder nicht wegzudenken.
| Nutzfunktion | |
Unter der Nutzfunktion versteht man die wirtschaftliche Bedeutung des Waldes:
| ![]() Holzverladung |
| Schutzfunktion | |
In seiner Schutzfunktion erfüllt der Wald eine Vielzahl von Funktionen, die dem Schutz von Mensch und Umwelt dienen:
Wald als Wasserspeicher
![]() |
| Bachlauf |
Wald schützt den Boden
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Aufgrund der Wasserhaltefähigkeit des Waldbodens bewahrt der Wald
die Landschaft vor Bodenabtrag (=Erosion) durch rasch abfließendes
Oberflächenwasser. Auch die Gefahr von Bodenrutschungen kann der Wald verhindern, da das weitverzweigte Wurzelnetz der Bäume dem Boden Halt gibt. Die Laubbaumarten tragen durch ihre intensivere Durchwurzelung mehr zum Bodenschutz bei als die Nadelbaumarten. Aber auch intakte Nadelmischwälder sorgen im Hochgebirge für den Schutz vor Muren und Lawinen. |
![]() Bergwald |
Wald als lokaler Klimaregulator
Große zusammenhängende Waldflächen in der Nähe von Siedlungen beeinflussen das Klima günstig.Durch Temperaturunterschiede zwischen Wald und Siedlung kommt es zu einem ständigen Luftaustausch. Vereinfacht dargestellt sieht der Prozeß wie folgt aus: Warmluft aus dem Siedlungsbereich steigt nach oben und lagert sich über dem Kronendach des Waldes an. Am Abend, wenn die Sonneneinstrahlung nachläßt, kühlen diese Luftmassen ab und sinken in das Waldinnere. Gleichzeitig filtern die Blattorgane Staub, Ruß und gasfömige Verunreinigungen aus der Luft heraus. Als Ergebnis fließt kühle und gereinigte Luft in die Siedlung zurück. Ferner kann der Wald benachbarte Flächen vor schädlichen Wind- und Frosteinwirkungen schützen.
Wald als weltweiter Klimaregulator
Weltweit betrachtet erfüllt der Wald als Klimaregulator lebenswichtige
Funktionen für die ganze Erde.
Die Erhöhung der Konzentration der Treibhausgase in der Luft wie Methan,
Ozon, Fluorkohlenwasserstoffe (FCKW), Distickstoffoxid und ganz besonders
Kohlendioxid bewirken auf Dauer eine Erwärmung der Erdoberfläche.
Diese Gase legen sich wie ein Mantel um unseren Globus und behindern damit die
Wärmeabstrahlung der Erde. An diesem "Treibhauseffekt" ist das
Kohlendioxid zu 50 % beteiligt.
Wald stellt eine Anhäufung von lebender und toter Substanz dar. Wichtigstes
Element darin ist der Kohlenstoff, der während der Photosysnthese ausnahmslos
der Luft entzogen worden ist, um Biomasse aufzubauen. Alle Abbauvorgänge
verwandeln den gebundenen Kohlenstoff wieder in Kohlendioxid, das in die Atmos-
phäre zurückkehrt. Bei Zersetzung toter organischer Substanz am Waldboden
geschieht dies langsam, beim Verbrennen dagegen sehr schnell.
Durch Zerstörung von Wald durch Brandrodung, wie dies in den Tropen geschieht,
werden immense Mengen an Kohlendioxid in die Atmosphäre freigesetzt. Gleichzeitig
fehlen diese Waldflächen in der Zukunft, um der Luft Kohlendioxid zu entziehen
und in gebundener Form in der Biomasse zu speichern.
Die Folgen dieser kontinierlichen Erwärmung wäre eine Verschiebung der
globalen Klima- und Vegeationszonen in Richtung der Pole. In der Konsequenz würde
es in Mitteleuropa nicht nur wärmer, sondern auch trockener,also lebensfeindlicher.
Die prognostizierten Klimaänderungen
würden innerhalb von Jahrzehnten ablaufen, was im Verhältnis zu erdgeschichtlichen
Prozessen rasant ist.
Zu den Maßnahmen gegen den Treibhauseffekt gehört auch eine
Politik der Walderhaltung und Waldvermehrung.
Nur ein gesunder und nachhaltig bewirtschafteter
Wald ist in der Lage, Kohlendioxid der Erdatmosphäre zu entziehen und in dem
Holzvorrat einzulagern.
Durch eine weltweite Förderung des Schutzes der Wälder,
ihrer nachhaltigen Bewirtschaftung und der Aufforstung weiterer Waldflächen
besteht die Möglichkeit, dämpfend auf den Treibhauseffekt einzuwirken.
Maßnahmen zur Energieeinsparung und die Weiterentwicklung regenerativer Energien
unterstützen das Bemühen gegen den Treibhauseffekt.
| Erholungsfunktion | |
Auch in Freizeit und Erholung spielt der Wald eine wichtige
Rolle.
Der gestreßte Mitteleuropäer erholt sich nicht nur
subjektiv durch die Ruhe und lebendige Stille des Waldes, sondern
der Wald liefert auch objektiv gesehen überzeugende Daten:
![]() Bachlauf |
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Sollten die Entspannungsmöglichkeiten beim Waldspaziergang nicht ausreichen, so kann man sich aus der "Apotheke Wald" helfen: Das natürliche Beruhigungsmittel Baldrian kommt wie viele andere Arzneipflanzen aus dem Wald.