Allgemein:
- Aufnahme im 16 x 16 km-Netz
Ergebnis:
- Anteil der deutlich geschädigten Waldfläche (Schadstufe 2 - 4) im Jahr 2005 bei 29%. Dies bedeutet eine Verbesserung um 2 % Punkte, nachdem im vergangenen Jahr eine Verschlechterung um 8%-Punkte zu verzeichnen war.
- Regional sehr unterschiedliche Entwicklung:
- Über alle Baumarten hinweg blieb der Anteil deutlicher Kronenverlichtungen (Schadstufe 2- 4) nahezu unverändert; in Niedersachsen keine Veränderung, in Berlin, Brandenburg, Bremen und Thüringen je + 1 Prozentpunkte.
- Verschlechtert hat sich der Kronenzustand insbesondere im Saarland ( + 12 Prozentpunkte), aber auch in Baden-Württemberg (+ 3 Prozentpunkte) und Hessen (+2 Prozentpunkte). Im Saarland hat sich sogar der Zustand der Buche weiter verschlechtert, die sonst einen gleichbleibenden oder verbesserten Kronenzustand zeigt.
- Verbessert hat sich der Kronenzustand in Schleswig-Holstein (- 6 Prozentpunkte), Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt (je 5 Prozentpunkte), Nordhrein-Westfalen, Bayern (je 4 Prozentpunkte), Rheinland-Pfalz (- 3 Prozentpunkte) und Sachsen (- 2 Prozentpunkte).
|
Schadstufe 0 |
29% (13%-Punkt) |
| |
Schadstufe 1 (Warnstufe): |
42% (-1%-Punkt) |
| |
Schadstufe 2 - 4: |
29% (-2%-Punkte) |
- Auch die Baumarten haben sich unterschiedlich entwickelt:
- Bei der Fichte ging der Flächenanteil der deutlichen Schäden um 4 Prozentpunkte zurück.
- Bei der Kiefer hat sich der Kronenzustand leicht verschlechtert (+ 2 Prozentpunkte), gegenüber der Situation zu Beginn der 90er Jahre jedoch wesentlich verbessert.
- Die Buche hat sich gegenüber 2004 deutlich erholt (auf 44 %). Dies ist aber immer noch einer der höchsten Werte seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1984.
- Die Eiche hat sich sowohl gegenüber letzten Jahr als auch gegenüber dem langfristigen Vergleich erheblich verschlechtert. Mit einem Anteil der Flächen mit deutlicher Kronenverlichtung von 51 % (2004: 45 %) wird der höchste Stand seit Beginn der Erhebungen erreicht. Auch hier gibt es regionale Unterschiede: Am stärksten verschlechtert hat sich die Eiche in Hessen, dem Saarland, Bayern und Thüringen. Der in Baden-Württemberg festgestellte Anteil von 75 % deutlich geschädigter Eichenfläche stellt einen neuen Höchststand dar.
| |
Fichte: |
Deutliche Schäden bei 31% (-4%-Punkte) |
| |
Kiefer: |
Deutliche Schäden bei 19% (+2%-Punkte) |
 |
Eiche: |
Deutliche Schäden bei 51% (+6%-Punkte) |
| |
Buche: |
Deutliche Schäden bei 44% (-11%-Punkte) |
- [Baden-Württemberg] - [Bayern] - [Berlin/Brandenburg] - [Hessen] - [Mecklenburg-Vorpommern] -
- [Niedersachsen] - [Nordrhein-Westfalen] - [Rheinland-Pfalz] - [Saarland] - [Sachsen] -
- [Sachsen-Anhalt] - [Thüringen] -
Baden-Württemberg
Allgemein:
- 23. Terrestrische Waldschadensinventur
- Außenaufnahmen vom 21.7. - 15.8.2005
- 8 x 8 km Raster
- 275 Stichprobenpunkte mit 6.524 Bäumen
Ergebnis:
- Neues Rekordniveau: 43,3% der Waldfläche sind deutlich geschädigt.
- In den beiden letzten Jahren hat sich der Waldzustand gegenüber früher gravierend verschlechtert.
|
Schadstufe 0 |
19% (-4% Punkte) |
| |
Schadstufe 1: |
38% (+ 1%-Punkt) |
| |
Schadstufe 2 - 4: |
43% (+ 3,0% Punkte) |
|
Fichte: |
Deutliche Schäden bei 36% |
| |
Kiefer: |
Deutliche Schäden bei 58% |
| |
Eiche: |
Deutliche Schäden bei 75% (höchster Wert in BW seit Anfang der
Messungen)
|
| |
Buche: |
Deutliche Schäden bei 59% |
Der Schwarzwald ist weiterhin eines der am stärksten geschädigten Gebiete. Mit 43 % ist der Anteil der deutlich geschädigten Waldfläche nochmals um 8%-Punkte gestiegen.
Ausführlicher Bericht unter www.fva-bw.de
zur Länderauswahl
Bayern
Allgemein:
- Raster: 16 x 16 km, erfasst wurden 9 300 Bäume
- dazu Ergebnisse von 22 Klimastationen
Ergebnis:
- leichte Verbesserung, allerdings auf hohem Schadniveau
- Eiche bleibt v.a. wegen der Schäden durch blattfressende Insekten ein Sorgenkind
- in einigen Landesteilen Massenvermehrung der Borkenkäfer: Teile Mittel- und Unterfrankens und Niederbayerns
|
Schadstufe 0 |
26,8 % (+5,1%-Punkte) |
| |
Schadstufe 1: |
41,2 % (- 0,1%-Punkte) |
| |
Schadstufe 2 - 4: |
32,0% (-4,%-Punkte) |
|
Fichte: |
Deutliche Schäden bei 28,4 % (- 8,1 %- Punkte) |
| |
Kiefer: |
Deutliche Schäden bei 33,6 % (+1,5 %-Punkte) |
| |
Tanne: |
Deutliche Schäden bei 41,7 % (- 5 %-Punkte) |
| |
Eiche: |
Deutliche Schäden bei 61,9 % (- 11,7 %-Punkte) |
| |
Buche: |
Deutliche Schäden bei 37,9 % (-8,4 %-Punkte) |
Ausführlicher Bericht unter www.forst.bayern.de
zur Länderauswahl
Berlin/Brandenburg
Gesamtergebnis:
- 15 % deutlich geschädigte Waldfläche in der Region Berlin/Brandenburg
- 41% deutlich geschädigt in Berlin, 14 % in Brandenburg
- trotz günstiger Witterungsbedingungen in den Jahren 2004 und 2005 konnte sich der Wald nicht erholen
- weiterer Anstieg bei der Kronenverlichtung der Kiefern
- Eiche bleibt in Berlin und Brandenburg die seit Jahren am stärksten geschädigte Baumart.
| |
Schadstufe 0 |
Schadstufe 1 |
Schadstufe 2-4 |
| Berlin |
10 |
49 |
41 |
| Veränderung |
-1 |
0 |
+1 |
| Brandenburg |
41 |
45 |
14 |
| Veränderung |
-4 |
+2 |
+2 |
| Gesamtregion |
40 |
45 |
15 |
| Veränderung |
-4 |
+2 |
+2 |
[Berlin]
Ergebnis:
Kiefer: Deutliche Schäden bei 34 %
Eiche: Deutliche Schäden bei 79 %
[Brandenburg]
Ergebnis:
Kiefer: deutliche Schäden bei 12,8 %
Eiche : deutliche Schäden bei 40 %
Buche: deutliche Schäden bei 28 %
zur Länderauswahl
Hessen
Allgemein:
- Inventurnetz 8 x 8 km
- Ca. 4.303 Bäume an 139 Stichprobenpunkten wurden untersucht.
- Zusätzlich 1.754 Bäume in der Sondererhebung der Rhein-Main-Ebene (4 x 4 km-Raster)
Ergebnis:
- Im Durchschnitt liegt der Anteil der deutlich geschädigten Waldfläche (Schadstufe 2- 4) auf ähnlichen Niveau wie 2004 (2%-Punkte).
- Alarmierend ist der Zustand der Eiche bei der die deutlichen Schäden um 37%-Punkte gestiegen sind (Grund: neben hoher Schadstoffbelastung die hohen Fraßschäden.
|
Schadstufe 0 |
27% (-8%-Punkte) |
| |
Schadstufe 1: |
40% (+6%-Punkte) |
| |
Schadstufe 2 - 4: |
33% (+2%-Punkte) |
|
Fichte: |
Deutliche Schäden bei 25% (+3%-Punkte) |
| |
Kiefer: |
Deutliche Schäden bei 29% (+1%-Punkt) |
| |
Buche: |
Deutliche Schäden bei 39% (-13%-Punkte)
|
| |
Eiche: |
Deutliche Schäden bei 53% (+37%-Punkte)
|
zur Länderauswahl
Mecklenburg-Vorpommern
Allgemein:
- Aufnahme erfolgte im 8 x 8 km Raster
- 80 Stichprobenflächen
- 1.920 Einzelbäume
Ergebnis:
- Verbesserung aufgrund der günstigen Witterungsbedingungen
- deutlich verbesserter Balaubungszustand der Eiche
|
Schadstufe 0 |
40,9% (+4%-Punkte) |
| |
Schadstufe 1: |
46,7% |
| |
Schadstufe 2 - 4: |
12,4% (-5%-Punkte) |
|
Fichte: |
Deutliche Schäden bei 18,6% (-12,4%-Punkte) |
| |
Kiefer: |
Deutliche Schäden bei 12,5% (-3,2%-Punkte) |
| |
Eiche: |
Deutliche Schäden bei 19,6% (-15,4%-Punkte)
|
| |
Buche: |
Deutliche Schäden bei 16,4% (+15,4%-Punkte)
|
Weitere Infos unter www.wald-mv.de
zur Länderauswahl
Niedersachsen
Allgemein:
- 8 x 8 km Raster, für Eiche und Buche zusätzliche Erhebungen im 4 x 4 km-Rasternetz
- 301 Stichprobenpunkte
Ergebnis:
- Kaum Veränderung gegenüber dem Vorjahr: 13% der Waldfläche sind deutlich geschädigt.
- Die einzelnen Baumarten haben sich unterschiedlich entwickelt
|
Schadstufe 0 - gesund |
49% (- 4%-Punkte) |
| |
Schadstufe 1: |
38% (- 4%-Punkte) |
| |
Schadstufe 2 - 4: |
13% (keine Veränderung) |
|
Fichte: |
Deutliche Schäden bei 19% (+3%-Punkte) |
| |
Kiefer: |
Deutliche Schäden bei 3% (keine Veränderung) |
| |
Eiche: |
Deutliche Schäden bei 37% (+9%-Punkte) |
| |
Buche: |
Deutliche Schäden bei 28% (-6%-Punkte) |
Verbesserungen bei der Buche, weil im Vorjahr die Kronenverlichtung unter dem Einfluss einer intensiven Fruchtbildung, den Nachwirkungen des Trockenjahres 2003 und Insektenschäden stark zugenommen hatte. Die Eiche ist die am stärksten geschädigte Baumart in Niedersachsen. Fraßschäden durch Eichenfraßgesellschaften haben zu der Erhöhung beigetragen.
zur Länderauswahl
Nordrhein-Westfalen
Allgemein:
- Inventurnetz 4x4 km
- Untersucht wurden fast 10.000 Bäume.
Ergebnis:
- Zustand bleibt weiterhin kritisch: 70% der Bäume sind schwach oder deutlich geschädigt, insgesamt leichte Besserung gegenüber 2004 durch starke Erholung der Buchen.
- Zahl der deutlich geschädigten Bäume seit 2004 um 4%-Punkte auf 25% gesunken.
|
Schadstufe 0 |
30,4% (+1,7%-Punkte) |
| |
Schadstufe 1: |
44,8% (+2,4%-Punkte) |
| |
Schadstufe 2 - 4: |
24,8% (-4,1%-Punkte) |
|
Fichte: |
Deutliche Schäden bei 23% (- 3%- Punkte) |
| |
Kiefer: |
Deutliche Schäden bei 12% (- 7%-Punkte) |
| |
Eiche: |
Deutliche Schäden bei 42% (+ 3%-Punkte) |
| |
Buche: |
Deutliche Schäden bei 35% (- 14%-Punkte) |
Weitere Infos unter www.loebf.nrw.de
zur Länderauswahl
Rheinland-Pfalz
Allgemein:
- Aufnahme erfolgte im Raster 4 x 12 km
- 165 Aufnahmepunkte mit 3.960 Stichprobenbäumen
- Aufnahmezeitpunkt: 11. - 29. Juli 2005
Ergebnis:
- Stabilisierung auf hohem Schadensniveau
- Buche hat sich deutlich verbessert ( - 19%), Eiche deutlich verschlechtert (+ 14%)
|
Schadstufe 0 |
24% (-3%-Punkte) |
| |
Schadstufe 1: |
45% (+6%-Punkte) |
| |
Schadstufe 2 - 4: |
31% (-3%-Punkte) |
| |
Eiche: |
Deutliche Schäden bei 55% (+14%-Punkte) |
| |
Buche: |
Deutliche Schäden bei 44% (-19%-Punkte) |
Weitere Infos unter www.fawf.wald-rlp.de
zur Länderauswahl
Saarland
Allgemein:
- Inventurnetz 2 x 4 km - Raster
- Ca. 2.304 Bäume an 96 Stichprobenpunkten wurden untersucht.
- 50 Probebäume mussten ersetzt werden.
Ergebnis:
- Ein Drittel des Waldes zeigt deutliche Schäden, eine Steigerung um 12 %-Punkte
- Waldschäden haben 2005 den höchsten Stand seit 1984 erreicht
- Verdreifachung der deutlichen Schäden im Vergleich zum Stand vor dem Trockenjahr 2001/2002
|
Schadstufe 0: |
23% (-14%-Punkte) |
|
Schadstufe 1: |
43% (+2%-Punkte) |
|
Schadstufe 2 - 4: |
34% (+12%-Punkte) |
| |
Buche: |
Deutliche Schäden bei 41% (+4%-Punkte)
|
| |
Eiche: |
Deutliche Schäden bei 38% (+26%-Punkte)
|
| |
Kiefer: |
Deutliche Schäden bei 43% (+4%-Punkte) |
|
Fichte: |
Deutliche Schäden bei 29% (+13%-Punkte) |
Weitere Infos unter www.umwelt.saarland.de
zur Länderauswahl
Sachsen
Allgemein:
- Erhebung durchgeführt im 4 x 4 km Raster
- 284 Probepunkte mit 6.768 Probebäumen erfasst
- seit 15 Jahren durchgeführt
Ergebnis:
- Bei den deutlichen Schäden ist eine Abnahme seit Mitte der 90er Jahre erkennbar
- In den letzten Jahren ist kein Trend mehr erkennbar.
|
Schadstufe 0 - gesund: |
35% |
|
Schadstufe 1: |
49% |
|
Schadstufe 2 - 4: |
15% |
|
Fichte: |
Deutliche Schäden bei 14% |
Weitere Infos unter www.forsten.sachsen.de
zur Länderauswahl
Sachsen-Anhalt
Allgemein:
- Inventurnetz 4x4 km
- 274 Stichprobenpunkte mit 6.576 Bäumen
Ergebnis:
- Waldzustand hat sich verbessert und erreicht in etwa wieder das Niveau vor dem Extremjahr 2003: 20% der Waldfläche sind deutlich geschädigt.
- Entscheidenden Anteil an dieser Positiventwicklung hat die Kiefer, die etwa 45% des Waldes in Sachsen-Anhalt ausmacht.
|
Schadstufe 0 - gesund |
52% (+9%-Punkte) |
| |
Schadstufe 1: |
28% (-4%-Punkte) |
| |
Schadstufe 2 - 4: |
20% (-5%-Punkte) |
|
Fichte: |
Deutliche Schäden bei 38% (+1%-Punkt) |
| |
Kiefer: |
Deutliche Schäden bei 4% (-5%-Punkte) |
| |
Eiche: |
Deutliche Schäden bei 51% (-2%-Punkte)
|
| |
Buche: |
Deutliche Schäden bei 44% (-22%-Punkte)
|
zur Länderauswahl
Thüringen
Ergebnis:
- Waldzustand hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert: 34% der Waldfläche sind deutlich geschädigt.
- Schäden bei der Eiche nehmen um 12%-Punkte zu.
|
Schadstufe 0 |
24% (keine Veränderung) |
| |
Schadstufe 1: |
42% (keine Veränderung) |
| |
Schadstufe 2 - 4: |
34% (+1%-Punkt) |
|
Fichte: |
Deutliche Schäden bei 25% (keine Veränderung) |
| |
Kiefer: |
Deutliche Schäden bei 40% (+2%-Punkte) |
| |
Eiche: |
Deutliche Schäden bei 62% (+12%-Punkte)
|
| |
Buche: |
Deutliche Schäden bei 46% (-4%-Punkte)
|
Kontakt: poststelle@tmlnu.thueringen.de
zur Länderauswahl
zurück zur Übersicht