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Waldböden

Die Entstehung von Böden beginnt mit dem Abbau von Gestein. Wichtige Faktoren für diese Verwitterung sind Temperatur, Wind und Wasser. Die Geschwindigkeit der Bodenbildung hängt vom Klima und dem Ausgangsgestein ab. Im Durchschnitt dauert die Bildung von einem Zentimeter Boden mindestens 100 Jahre.
Die Verwitterung führt zur Bildung von Horizonten, die parallel zur Erdoberfläche verlaufen. Sie heben sich aufgrund der unterschiedlich weit fortgeschrittenen Verwitterung voneinander ab. Je nach Bodentyp gliedert sich der Waldboden in eine organische Auflage und unterschiedlich viele Horizonte. Die organische Auflage besteht aus der Streuauflage, also abgestorbenen aber noch weitgehend unzersetzten Pflanzenbestandteilen (Blätter, Nadeln, Zweige etc.), und der, aus zersetztem Material bestehenden, Humusauflage. Aufgrund der hohen Wasser- und Nährstoffspeicherkapazität ist die Humusauflage von zentraler Bedeutung. Es lassen sich unterschiedliche Qualitäten von Humus unterscheiden. Diese sind abhängig von Klima und Witterung sowie der Zersetzbarkeit des pflanzlichen Ausgangsmaterials. Beispielsweise werden Erlen- und Eschenblätter schneller zersetzt als Eichen- oder Buchenblätter. Laubstreu ist im Allgemeinen deutlich leichter zersetzbar als Nadelstreu. Bei den Horizonten können in der Regel drei Haupttypen unterschieden werden:

•      A-Horizont: Oberboden mit Humus aus teilweise abgebauten organischen Substanzen
•      B-Horizont: Durch Verwitterung und Verlehmung (Verbraunung) geprägt
•      C-Horizont: Noch nicht oder nur unwesentlich verwittertertes Ausgangsgestein

Unsere Böden unterscheiden sich in aufgrund der vielfältigen Ausgangsgesteine sehr stark voneinander. Bodenart (Sand, Schluff, Ton oder Lehm), Mächtigkeit der Humusauflage, Wasserverfügbarkeit und pH-Wert sind nur einige Indikatoren an denen man die verschiedenen Böden unterscheiden kann. 

Podsol (Foto: SDW)

 
Rendzina (Foto: SDW)

Pseudogley (Stauwasserboden, Boden des Jahres 2015) (Foto: SDW)