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Förderkreis Speierling seit 1994

Erst 40 Jahre nach dem Aufruf von OTTO LINCK wurde der Speierling Gegenstand gezielter Forschung und Förderung.

Besonders große Verdienste um die Baumarten Speierling und Elsbeere hat sich seit Mitte der 1970er Jahre der Göttinger Fachhochschulprofessor Dr. WEDIG KAUSCH-BLECKEN VON SCHMELING erworben. Von Fragen der Arterhaltung, der Nachzucht für den Wald sowie der Holzverwendung kommend hat er sich diesen Baumarten in all ihren Facetten wissenschaftlich und ideell mit hoher Intensität gewidmet. In der Phase der sehr aktiven Arterhaltung kam die Wahl des Speierlings zum „Baum des Jahres 1993” zur rechten Zeit. Das war wie ein Signal, sich gerade um die seltenen Gehölzarten mehr zu kümmern und diesen eine größere Aufmerksamkeit zu schenken. Die zahlreichen Berichte in den Medien sorgten für eine vorher nicht für möglich gehaltene allgemeine Beachtung des Speierlings.

Damit diese Welle der Förderung nicht ebenso rasch verebbte wie sie kam, gründeten etwa ein Dutzend Speierlingsfreunde im Jahr 1994 den Förderkreis Speierling. Inzwischen sind in diesem Förderkreis mehr als 100 Mitglieder aus zehn Ländern vereint. Sie treffen sich jährlich an wechselnden Orten zu zwei- bis dreitägigen Tagungen mit Vorträgen, Diskussionen und Exkursionen sowie zu einem anregenden Erfahrungsaustausch. Viele Berufe finden sich hier zusammen, vor allem junge Forscher nutzen die Gelegenheit zum Austausch und zu neuen Anstößen.

Die Fachzeitschrift Corminaria sorgt für einschlägige Informationen und ist zugleich die wissenschaftliche Basis des Förderkreises Speierling.
 
Ziele des Förderkreises Speierling

  • Langfristige und nachhaltige Sicherstellung der Arterhaltung der seltenen Sorbusarten in Europa
  • Fortführung der Kartierung der Speierlingsvorkommen europaweit
  • Optimierung der Pflanzenanzucht und Verbreitung der Verfahren
  • Auswahl und Anzucht gesunder, krebsresistenter „Sorten“
  • Auswahl der besten „Sorten” für die Fruchtgewinnung
  • Auswahl der besten und wüchsigsten Herkünfte für forstwirtschaftliche Zwecke
  • Anlage von Generhaltungsflächen zur Sicherung der noch verbliebenen genetischen Vielfalt
  • Anlage von Samengärten und Reiserschnittgärten zur Gewinnung hochwertigen Vermehrungsgutes
  • Pflanzung solitärer Speierlinge in Parks und in der Landschaft
  • Einflussnahme auf die Baumartenwahl bei der Erstellung von Landschaftplänen
  • Berücksichtigung von Speierlingsbäumen bei Ausgleichspflanzungen
  • Erstellung mehrsprachiger Pflanzanleitungen zur europaweiten Förderung der Speierlingsnachzucht und -pflege
  • Öffentlichkeitsarbeit durch Vorträge, Merkblätter, Broschüren etc.

Aufgaben und Ansprechpartner des Förderkreises Speierling

  • Sachgerechte Holzverwendung der Elsbeer-Stämme und der wenigen anfallenden Speierlings-Stämme für Kunsttischler, Musikinstrumentenbauer und für Furnierwerke
  • Nutzung und Ernte der Früchte für die Äpfelwein- Herstellung
  • Erstellung von Analysen der wertvollen Fruchtinhaltsstoffe und Veröffentlichung der Ergebnisse
  • Durchführung von Edelbrand-Degustationen zum Vergleich und zur Steigerung der Qualität
  • Fortführung der länderübergreifenden Forschung, insbesondere auf dem Gebiet der Genetik

Kontakt zum Förderkreis Speierling

Dr. Christoph Abs
Klosterstraße 2
53343 Wachtberg
Telefon: 0228 / 34 94 22
E-Mail: info(at)foerderkreis-speierling.de