Nonne

Die Nonne (Lymantria moncha L.) ist wie der Eichenprozessionsspinner auch ein Nachtfalter und zählt zu den Großschädlingen an Kiefer und Fichte. Sie bevorzugt das Leben in dichten Fichten- und Kiefernwäldern. Ihre Population schwankt von Jahr zu Jahr. In einem Zyklus von drei bis fünf Jahren kommt es zu einer Massenvermehrung.

Wie schadet sie dem Baum?

Die Nonne legt ihre Eier an Kiefer und Fichte versteckt hinter der Grobborke und bei anderen Gehölzen am liebsten in Rindenritzen ab. Die Raupe entwickelt sich in der Eihülle bis zum Herbst und durchläuft bis in das folgende Frühjahr mehrere Ruhepausen. Niedrige Wintertemperaturen werden dabei problemlos überstanden. Nach dem Schlüpfen, je nach Wärmeeinstrahlung, ziehen die Raupen zwischen Ende April und Juni zum Fressen in die Baumkronen.

Durch den Befall werden die Bäume derart geschwächt, dass sie auch für andere Schädlinge wie Käfer und Pilze anfällig sind. Nach Beendigung der Raupenentwicklung erfolgt in unseren Breiten gewöhnlich im Juli die Verpuppung zum Falter, die von der Grundfarbe weiß mit dicken zackigen und dunklen Bändern sind. Bei Massenvermehrung ist die Hälfte der Falter schwarz.

Was macht man dagegen?

Um einer Massenvermehrung der Nonne vorzubeugen, muss man wie beim Borkenkäfer befallene Bäume sofort fällen. Langfristig hilft der Umbau in lichte Mischwälder. Zur Bekämpfung werden auch chemische und biologische Maßnahmen durchgeführt.

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