Tag des Baumes

Alles begann vor 69 Jahren, als die SDW am 25. April 1952 gemeinsam mit Prof. Dr. Theodor Heuss einen Ahornbaum im Bonner Hofgarten gepflanzt hat. Sie initiierten damit einen neuen Festtag für den Baum, der eine fortwährende Tradition werden sollte. Ziel dieser Tradition ist es, Bürger:innen ins Gedächtnis zu rufen, wie wertvoll Bäume für die Menschen und eine gesunde Umwelt sind.

Inzwischen ist der Tag des Baumes zu einer der größten und erfolgreichsten Mitmachaktionen im Naturschutz geworden. Jährlich organisieren der Bundes-, die Landes-, Kreis- und Ortsverbände der SDW am 25. April den Tag des Baumes mit bundesweiten Baumpflanzungen und vielfältigen Veranstaltungen. 

Viele dieser Aktionen werden in Zusammenarbeit mit Städten, Forstämtern und Kommunen begangen. Im Durchschnitt werden an diesem Tag 70.000 Bäume gepflanzt.

Ob ein Parkbaum, ein Alleebaum oder Setzlinge in einer Aufforstungsfläche gepflanzt werden, immer wird damit ein Zeichen für die Zukunft gesetzt!

 

„Andere Festtage dienen der Erinnerung, der Tag des Baumes weist in die Zukunft!“

Journalist und Farmer Julius Sterling Morton

Schon 1872 sagte der amerikanische Journalist und Farmer Julius Sterling Morton „Andere Festtage dienen der Erinnerung, der Tag des Baumes weist in die Zukunft!“ und forderte damit einen jährlichen Arbor Day in seinem baumarmen Heimatstaat Nebraska. Denn der Baum von heute wird zum Klimaschützer von morgen!

Dank vieler helfender Hände und durch finanzielle Unterstützung von Sponsor:innen und Spender:innen, hat die SDW im Laufe der Zeit bereits viele Millionen Bäume gepflanzt. Unterstützen auch Sie uns bei der nächsten Baumpflanzaktion!

Tag des Baumes 2.0

1952 war der erste Tag des Baumes in Deutschland geprägt durch die Nachkriegssituation. Er richtete sich vor allem gegen den Verlust von zehn Prozent des Waldes durch Übernutzung durch Krieg und Reparationshiebe der Alliierten. Heute stehen wir vor einer anderen Herausforderung: Immer häufiger auftretende Dürreperioden, die rasante Ausbreitung von Insekten und die globale Erderwärmung zerstören nicht nur unsere aktuellen Wälder, sondern bedrohen auch den Wald der Zukunft.

Helfen Sie uns dem entgegenzuwirken und pflanzen Sie am Tag des Baumes gemeinsam mit der SDW einen Baum für die Zukunft!

Die vergangenen drei Jahre waren besonders geprägt von der Trockenheit, sodass die gepflanzten Bäume nicht angewachsen sind. Durch den fortschreitenden Klimawandel und dem damit einhergehenden Mangel an Niederschlägen, werden die Pflanzungen zukünftig eher stattfinden müssen, um das Anwachsen der Bäume zu gewährleisten. So fand auch 2019 die Bundesveranstaltung mit Ministerin Julia Klöckner bereits am 27. März statt.

Am 25. April ist Tag des Baumes!

Geschichte des Tages des Baumes in Deutschland

Der Tag des Baumes hat in Deutschland eine langjährige Tradition. Bereits am 25. April 1952 begründete der damalige Präsident der SDW Dr. Robert Lehr zusammen mit dem ersten Bundespräsidenten Professor Dr. Theodor Heuss diesen Ehrentag für den Baum in Deutschland.

Die SDW formluierte am ersten Tag des Baumes ihr Ziel für die Zukunft: In jeder Gemeinde und Schule sollen der Bevölkerung und insbesondere der Jugend durch symbolische Pflanzungen und Veranstaltungen die hohe Bedeutung des Baumes nähergebracht werden.

 

Mehr zu aktuellen Baumpflanzungen

Amerikanische Ursprünge

Fast ein Jahrhundert früher hatte der Journalist und Farmer Julius Sterling Morton im baumarmen Nebraska (USA) 1872 die Arbor Day-Resolution verfasst. Am 10. April 1872 pflanzten erstmals Bürger:innen und Farmer:innen mehr als eine Million Bäume. Kaum zwei Jahrzehnte später hatte sich dieser Gedenktag für die Zukunft in allen Staaten der USA verbreitet.

Früherer Fokus des Tag des Baumes

Damals war der Tag des Baumes in Deutschland durch die Nachkriegssituation geprägt und richtete sich gegen die Übernutzung der Wälder. Durch den Reparationshieb der Alliierten wurde in den ersten Jahren nach dem Krieg, neun bis 15 mal mehr Holz eingeschlagen, als nachwachsen konnte. So wurden zehn Prozent der deutschen Wälder kahlgeschlagen.

Durch die anhaltende Kohlekrise Anfang der 50er Jahre wurden die Wälder weiterhin eingeschlagen, um Brennholz zu gewinnen. Denn die zugeteilte Menge von 15 Zentner Kohle je Jahr und Haushalt reichten nicht aus. Die SDW wollte dem fortwährenden Kahlschlag entgegenwirken, denn ihr Ziel ist es die Schönheit und Gesundheit des Waldes zu erhalten.

Gleichzeitig befürwortet die SDW die waldschonende Nutzung und so diente der erste Tag des Baumes der Rückbesinnung auf die Nachhaltigkeit – einem Prinzip, das seit fast 150 Jahren das Handeln der Forstwirtschaft geprägt hatte.

Die Höhepunkte aus jüngster Geschichte

  • 2019: Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner pflanzt vier Bäume, u.a. die Flatterulme im Budenheimer Wald bei Mainz.
  • 2018: Pflanzung einer Esskastanie vor dem Landtag in NRW von Ministerpräsident Armin Laschet und Landtagspräsident Andre Kuper.
  • 2017: Pflanzung von Apfelbäumen bundesweit anlässlich des 500-jährigen Jubiläums der Reformation.
  • 2015: Die damalige Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks pflanzt mit Schulklassen am Berliner Waldmuseum.
  • 2014: Der damalige Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt pflanzt den Baum des Jahres in Berlin und eröffnet die SOKO Wald-Aktion 2014.
  • 2013: Der damalige Umweltminister Peter Altmaier pflanzt einen Baum im Parlament der Bäume.
  • 2012: Ronald Pofalla pflanzt eine Buche im Kanzlerpark.
  • 2011: Der damalige Bundesaußenminister Guido Westerwelle beendet die größte Mitmachaktion für Bäume mit der Pflanzung einer Blasenesche im Bonner Stadtgarten.
  • 2010: Der damalige Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen pflanzte in Bonn einen Baum.
  • 2009: Gemeinsam mit der damaligen Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner wurden im Berliner Tiergarten Eichen gepflanzt. Bei einer Pflanzparty in Zusammenarbeit mit "Plant for the Planet" trafen sich über hundert Kinder aus Berlin zum Start der Aktion "100.000 Bäume für Berlin".
  • 2008: Der Tag des Baumes fand unter dem Motto „Bäume verbinden“ statt. Prof. Dr. Maria Böhmer, die damalige Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, pflanzte im Garten des „Hauses der Kulturen“ mit Kindern einer Schule mit hohen Migrationsanteil einen Götterbaum, der urbane Luftverunreinigungen besser toleriert als andere Stadtbäume.
  • 2007: Zum Tag des Baumes 2007 pflanzte der damalige Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert einen Zwetschgenbaum in der Kindertagesstätte des Deutschen Bundestages. Gleichzeitig verschenkte die SDW sechzig Obstbäume an Kindergärten und Tagesstätten, die im folgenden Herbst mit jeweils einer kleinen Feier mit den Kindern gepflanzt wurden.
  • 2006: Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel schloss sich der Tradition des Baumpflanzens an und pflanzte am Jagdschloss Grunewald eine Schwarzpappel.
  • 2002: In Berlin wurden mit dem damaligen Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse und in allen Landeshauptstädten mit den Ministerpräsidenten Bäume in der Stadt gepflanzt.
  • 1998: Im Rahmen der FORD-Aktion „200.000 neue Bäume für 200.000 eingetauschte Altautos“ wurden 40.000 Bäume im Tharandter Wald zum Erreichen eines höheren Laubholzanteils gepflanzt.
  • 1997: Im Rahmen der FORD-Aktion „200.000 neue Bäume für 200.000 eingetauschte Altautos“ wurden 30.000 Bäume im Tharandter Wald zum Erreichen eines höheren Laubholzanteils gepflanzt.
  • 1996: Mit Hilfe des Modemachers Bogner wurden 10.000 Ahorne an der Wahnbachtalsperre in der Nähe von Bonn gepflanzt.
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