Schutzgemeinschaft Deutscher Wald
Bundesverband e. V.
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Dialogformate zur EU-Verordnung zur
Wiederherstellung der Natur (W-VO)

Das Projekt „Dialogformate zur W-VO“ ist seit Oktober 2025 mit finanzieller Unterstützung der European Climate Foundation ins Leben gerufen worden. Das Ziel ist es, den Dialog zum Thema W-VO und Wald in Deutschland zu fördern. Hierfür finden insgesamt drei Veranstaltungen mit Akteur:innen aus der Praxis in einem Workshop-Format statt. Die Veranstaltungen werden voraussichtlich im April und Mai stattfinden. Die Formate sollen dazu beitragen, dass Bedenken und Sorgen zur W-VO geäußert werden können und zusätzlich die Möglichkeiten der Verordnung sichtbar gemacht werden.

Was bedeutet eigentlich die „Wiederherstellung der Natur“?

Unsere Ökosysteme erfüllen eine Vielzahl an überlebenswichtigen Aufgaben. Jedoch stehen sie durch den Klimawandel, Trockenheit, Schädlingen und weiteren Ereignissen massiv unter Druck. Insbesondere das Ökosystem Wald ist in Deutschland stark beeinträchtig. 

Unter „Wiederherstellung der Natur“ versteht die EU das Ziel, geschädigte oder zerstörte Ökosysteme so zu regenerieren, dass sie langfristig als Lebensgrundlage erhalten bleiben und zugleich das Wohl von Mensch und Natur fördern. Hierfür werden unterschiedliche Ansätze, Maßnahmen und Strategien genutzt, um den Zustand dieser Systeme zu verbessern und dauerhaft zu stabilisieren. Zu beachten ist, dass der Begriff „Wiederherstellung“ häufig missverstanden wird, denn Ziel der Verordnung ist die Steigerung der Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen und nicht, Landschaften in ihren historischen Zustand zurückzuversetzen. Mehr Informationen zur W-VO finden Sie beim Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und Nukleare Sicherheit. 

Kritik an der W-VO

Kritik kommt vor allem aus der Forstwirtschaft. Waldbesitzende befürchten steigende Bürokratie, fehlende Praxistauglichkeit und wirtschaftliche Einbußen. Auch die Sorge, dass die dynamischen Veränderungen der Lebensräume durch den Klimawandel nicht berücksichtigt werden, wird geäußert.

Mit zu den größten Sorgen zählt jedoch die bisher ungeklärte Finanzierung, da die Umsetzung der Maßnahmen lediglich durch bereits bestehende Fördermitteltöpfe (wie z.B. ANK, GAK) gestemmt werden soll. Die Bund/ Länderarbeitsgemeinschaft Naturschutz, Landschaftspflege und Erholung (LANA) schätzt die Gesamtkosten der W-VO in Deutschland auf bis zu 1,7 Milliarden Euro pro Jahr, davon 120 Millionen Euro pro Jahr allein im Wald. Weiterhin befürchten die Waldbesitzenden Einschränkungen in der Bewirtschaftung ihres Eigentums durch eine Ausweitung von Schutzgebieten. Eine dynamische Anpassung der Wälder an den Klimawandel könnte durch Auflagen erschwert werden. Außerdem besteht die Sorge, dass Maßnahmen angeordnet werden, sollten die Ziele der W-VO verfehlt werden. 

Unser Ziel

  • Um einen Meinungsaustausch zu ermöglichen, möchten wir den Dialog zum Thema W-VO und Wald anregen.

  • In den Dialogformaten soll es dabei nicht nur um die Möglichkeiten dieser Verordnung gehen,
    sondern alle dürfen und sollen ihre Kritik, Ängste, Sorgen und Bedenken benennen.

  • Hierfür möchten wir gezielt die Meinungen von den Menschen aus der Praxis einholen, von Waldbesitzenden und Forstleuten. 

  • Im Anschluss der Veranstaltungen werden die Ergebnisse gesammelt und zur Verfügung gestellt.  

Ihr Ansprechpartner

Julian Nagel

Junior-Referent für
Wald- und Forstpolitik
Mail: julian.nagel(at)sdw.de
Tel.: 0228 945983-211
 

Ihre Ansprechpartnerin

Joana Peiter

Projektmitarbeiterin
Dialogformate zur W-VO
Mail: joana.peiter(at)sdw.de
Tel.: 0228 945983-207
 

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